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Die Stadtwette – Sauber gemacht!

Am 30.05.26 fand mit der „Stadtwette – Kassel räumt auf!“ die erste große Müllsammelaktion in der Stadt Kassel statt. Als unser Netzwerkpartner und Freund Dirk van der Werf (Verein „Wir machen das jetzt einfach e.V.) seine Idee mit uns teilte, waren wir direkt begeistert und überzeugt und aus der Idee wurde die  „Stadtwette – Kassel räumt auf!“.

Und aus der Begeisterung haben wir Motivation und Tatendrang geschöpft um dieses Projekt sauber umzusetzen und die Sammelaktion zu einem Gewinn für alle werden zu lassen – wir denken, es ist uns gelungen!

Das Ergebnis: 674 Teilnehmer sammelten 3.163,5 kg Müll!

In allen Stadtteilen Kassels sind Bürgerinnen und Bürger, Teams von Vereinen und Firmen angetreten um gemeinsam Müll zu sammeln. Aber eine Wette wäre keine Wette, wenn es nicht einen Herausforderer und einen Gegner gäbe. Also haben wir, das Team „Nachhaltigkeit“ (Netzwerk Nordhessen, Wir machen das jetzt einfach e.V. ACT Kassel und Kassel Marathon) das Team „Profisport“ mit den 3 großen nordhessischen Sportvereinen (EC Kassel Huskies, KSV Hessen Kassel und MT Melsungen) herausgefordert und gewettet, dass sie es nicht schaffen, mehr Menschen zu mobilisieren, bzw. mehr Müll zu sammeln als wir.

Und hier ist das Ergebnis:

Team „Nachhaltigkeit“ | 640 Teilnehmer – 2.993,5 kg Müll

Team „Profisport“ | 34 Teilnehmer – 168 kg Müll

Damit ist klar, der Herausforderer hat seine Wette gewonnen und der Wetteinsatz in Höhe von 777 EUR wird von den 3 Sportvereinen für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt. Wer das Geld für eine gute Sache erhält, veröffentlichen wir in Kürze.

Aber eins ist klar: Gewinner sind wir alle!

Ergebnisse der Stadtteile

In den 23 Stadtteilen haben die 674 Teilnehmer zusammen 3.163,5 kg gesammelt. Das entspricht einem Ergebnis von 4,7 kg pro Sammelnden und dies bei einer Aktionsdauer von nur 2,5 Stunden. Hut ab!

Nachfolgend ein paar Auswertungen:

Ranking | Gesammelte Menge Müll pro Stadtteil (in kg)
Durchschnitt: 137,5 kg (pro Sammelstation)

  1. Rothenditmold | 651,0
  2. Wesertor | 426,4
  3. Südstadt | 275,0
  4. Nordstadt | 270,1
  5. Bad Wilhelmshöhe | 176,5
  6. Unterneustadt | 170,0
  7. Vorderer Westen | 148,0
  8. Wolfsanger | 134,0
  9. Kirchditmold | 112,0
  10. Bettenhausen | 100,7
  11. Waldau | 99,5
  12. Philippinenhof | 89,5
  13. Wehlheiden | 86,0
  14. Nordshausen / Brasselsberg | 80,0
  15. Stadtmitte | 76,3
  16. Niederzwehren | 64,0
  17. Helleböhn-Süsterfeld | 63,5
  18. Harleshausen / Jungfernkopf | 46,0
  19. Forstfeld | 42,0
  20. Fasanenhof | 36,5
  21. Oberzwehren | 16,5

Ranking | Beteiligung Einwohner (Teilnehmer in Relation zur Einwohnerzahl)

  1. Rothenditmold
  2. Wesertor
  3. Südstadt
  4. Unterneustadt
  5. Wolfsanger
  6. Bettenhausen
  7. Stadtmitte
  8. Nordstadt
  9. Helleböhn-Süsterfeld
  10. Nordshausen / Brasselsberg

(im Weiteren: Waldau, Bad Wilhelmshöhe, Vorderer Westen, Kirchditmold, Wehlheiden, Fasanenhof, Harleshausen / Jungfernkopf, Philippinenhof, Niederzwehren, Oberzwehren, Forstfeld)

Ranking | Stadtteil mit dem meisten gesammelten Müll (in Relation zur Einwohnerzahl)

  1. Rothenditmold
  2. Wesertor
  3. Unterneustadt
  4. Südstadt
  5. Philippinenhof
  6. Wolfsanger
  7. Nordstadt
  8. Waldau
  9. Bad Wilhelmshöhe
  10. Nordshausen / Brasselsberg

(im Weiteren: Bettenhausen, Helleböhn-Süsterfeld, Kirchditmold, Vorderer Westen, Stadtmitte, Wehlheiden, Forstfeld, Niederzwehren, Fasanenhof, Harleshausen / Jungfernkopf, Oberzwehren)

Ranking | Stadtteil mit dem meisten gesammelten Kilos pro Teilnehmer
Durchschnitt: 4,69 kg

  1. Philippinenhof | 22,4
  2. Forstfeld | 14,0
  3. Niederzwehren | 8,0
  4. Rothenditmold | 7,2
  5. Waldau | 6,2
  6. Bad Wilhelmshöhe | 5,9
  7. Nordstadt | 5,1
  8. Nordshausen / Brasselsberg | 5,0
  9. Kirchditmold | 4,87
  10. Unterneustadt | 4,86
  11. Wesertor | 4,5
  12. Vorderer Westen | 4,3
  13. Südstadt | 4,2
  14. Helleböhn-Süsterfeld | 4,0
  15. Wehlheiden
  16. Wolfsanger
  17. Oberzwehren
  18. Stadtmitte
  19. Harleshausen / Jungfernkopf
  20. Bettenhausen
  21. Fasanenhof

FAZIT DER STATISTIK:
Um die Ergebnisse richtig einzuordnen, ist ein Vergleich zu Hamburg interessant, die eine ähnliche Sammelaktion durchgeführt haben. Allerdings fand diese nicht nur 2,5 Stunden statt, sondern vom 20.02. – 01.03.26, also komplette 10 Tage (240 Stunden). In diesem Zeitraum haben rund 95.000 Menschen an der Aktion teilgenommen. Diese Aktion ist in Hamburg allerdings bereits etabliert und viele Firmen stellen „Mitarbeiter-Teams“ oder unterstützen in anderer Form.

Insgesamt hatten die Hamburger 129 Tonnen Müll gesammelt (allerdings auch inkl. Sperrmüll und Müll aus dem Wasser). Das entspricht rund 1,36 kg pro Teilnehmer. Und vor allem: Diese Aktion ist in Hamburg bereits etabliert und viele Firmen stellen „Mitarbeiter-Teams“ oder unterstützen in anderer Form.

Betrachtet man dann das Sammelergebnis von knapp 3,2 Tonnen, die 674 Teilnehmer gesammelt haben, dann sind dies 4,69 kg pro Teilnehmer … in nur 2,5 Stunden! Das ist beachtlich. Es zeigt aber auch, dass viel zu tun ist …

Ergebnisse Umfrage

In 12 von 23 Stadtteilen, also in über 50% der Stadtteile, wurden Umfragen durchgeführt. Rund 16% von den Teilnehmern haben an der Umfrage teilgenommen, was eine gute Einschätzung ermöglicht.

Über welche Medien hat man von der „Stadtwette“ erfahren?

  • 44,4 % Aufruf über die Vereine
  • 43,3 % über Social Media
  • 23,3 % über Zeitungsartikel
  • 12,2 % über Flyer
  • 5,5 % über Plakat, Radio und Veranstaltung „Tag der Erde“

Beweggründe für die Teilnahme

  • 73,3 % sind generell umweltbewusst
  • 48,9 % finden, dass es in ihrem Stadtteil schon lange nötig war
  • 40,0 % fanden die Idee „gemeinsam“ zu sammeln ansprechend
  • 25,6 % wurden durch Freunde motiviert
  • 20,0 % wollten ihren Verein unterstützen
  • 7,8 % wollten für ihren Stadtteil was tun

Teilnahme an ähnlichen Aktionen

  • 37,8 % haben bereits schon mal bei ähnlichen Aktionen mitgemacht
  • 62,2 % haben bisher noch nie bei so einer Aktion mitgemacht

Schon mal von der „Stadtwette“ gehört?

  • 24,4 % JA
  • 75,6 % NEIN

FAZIT DER UMFRAGE

Über 40% der Teilnehmer haben durch ihren Verein von der „Stadtwette“ erfahren und über 25% wurden durch ihre Freunde motiviert. Das Thema hat also bewegt und dazu motiviert, andere Menschen von der „Stadtwette“ zu erzählen und ihr Engagement mit einzubringen.

Zudem haben wir durch unsere Social Media Beiträge rund 43% erreichen können und knapp ein Viertel hat von der „Stadtwette“ durch die HNA erfahren. Gut jeder 8. hat einen unserer Flyer entdeckt und sich die Aktion gemerkt.

Interessant auch die Beweggründe für die Teilnahme. Erfreulich, dass über 73% generell umweltbewusst sind und daher aus Leidenschaft unterstützt haben. Wenig überraschend, dass knapp die Hälfte der Teilnehmer der Meinung sind, dass es in ihrem Stadtteil schon lange nötig war – das zeigt ja auch das (leider) beeindruckende Ergebnis von knapp 3.200 kg „Klein“-Müll in nur 2,5 Stunden. Besonders spannend ist, dass wir 40% dadurch ansprechen konnten, da wir es in einem größeren Rahmen und als gemeinschaftliche Aktion geplant haben. Das „WIR“-Gefühl scheint zu mobilisieren.

Erfreulich auch, dass über ein Drittel nicht zum ersten Mal an so einer Aktion teilgenommen haben, aber die eigentliche Überraschung ist, dass wir über 60% durch unsere Aktion dazu motivieren konnten, das erste Mal mit Müllzange und Müllbeutel aktiv was Gutes zu tun! Auch hier zeigt sich, dass gemeinschaftlich einiges zu bewegen ist!

Auch die Bekanntheit der „Stadtwette“ steigert sich. Trotzdem kein Jahr seit der ersten Wette vergangen ist und es auch erst die 3. Wette ist, hat ein Viertel der Teilnehmer bereits schon mal davon gehört. Das ist beachtlich! Und die restlichen 75% wissen spätestens jetzt von der tollen Grundidee der „Stadtwette“ und glaubt man dem durchweg positiven Feedback und Kommentaren, dann wächst die Bekanntheit weiter und wir werden in Kassel immer mehr Menschen dazu bewegen können Gutes zu tun!