Wir freuen uns, in unserer Rubrik 5 Fragen eine weitere Persönlichkeit der Region vorstellen zu können. Eigentlich muss man Fedor Waldschmidt gar nicht weiter vorstellen, ist er doch aus der Szene hinreichend bekannt. Viel mehr natürlich noch durch sein Magazin, welches viele von uns seit Jahrzehnten begleitet und gut informiert: Der Wildwechsel.
Angesichts der Partnerschaft des Netzwerk Nordhessen mit dem Wildwechsel, werdet ihr demnächst sicherlich noch mehr vom sympathischen Warburger hören und lesen.
Hier nun Fedors Antworten auf unsere Fragen…..
1. Welches ist dein Lieblingsort in Kassel und Umgebung?
Das ist für mich ganz klar der Bergpark Wilhelmshöhe.
Ich kenne ihn schon seit meiner Kindheit und entdecke trotzdem immer wieder neue Seiten an ihm. Die weitläufigen Wege, die Seen,
die Natur und natürlich der Blick über Kassel machen ihn zu einem besonderen Ort.

Und das Faszinierende ist: Egal, wie oft man schon dort war, man findet immer wieder neue Abzweigungen und Wege, die man noch nie gegangen ist. Gerade wenn man mal einen der weniger betretenen Pfade einschlägt, entdeckt man plötzlich wunderschöne, versteckte Ecken, von denen man vorher gar nichts wusste. Genau das macht für mich einen großen Teil seines Reizes aus.
Gerade während der Corona-Zeit habe ich den Bergpark noch einmal ganz anders schätzen gelernt. Die Spaziergänge dort
waren für mich eine wunderbare Möglichkeit, Abstand vom Alltag zu gewinnen, durchzuatmen und neue Energie zu tanken.
2. Wenn du einem Fremden ein Lokal in Kassel und Umgebung empfehlen müsstest. Welches wäre das?
In Kassel und Umgebung gibt es viele kleine gastronomische Perlen, die man entdecken kann, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht.
Über etliche davon könnte man ausgesprochen positiv berichten. Deshalb möchte ich mich bewusst nicht auf ein einzelnes Lokal festlegen und es damit gegenüber
den vielen anderen hervorheben. Lieber ermutige ich dazu, selbst auf Entdeckungstour zu gehen. Es lohnt sich!
3. Du hast ein Wunschkonzert mit 3 Bands oder Interpreten deiner Wahl im Auestadion frei. Wer würde auftreten?
Da würde ich mir drei Acts wünschen, die in dieser Form wohl niemals im Kasseler Auestadion auftreten werden: AC/DC in der Besetzung der 1970er-Jahre
Pink Floyd natürlich ebenfalls in ihrer Originalbesetzung und The Warning die drei Schwestern aus Mexiko, die mit ihrem Rocksound gerade international für Aufmerksamkeit sorgen.
Ich habe ganz bewusst Künstler ausgewählt, die man in Kassel wahrscheinlich nie oder zumindest nicht in dieser Besetzung erleben wird.
Ansonsten gäbe es noch eine ganze Menge weiterer Bands und Musiker, die ich gerne auf dieser Bühne sehen würde.
Darunter natürlich auch zahlreiche Acts aus Kassel und Nordhessen, etwa Milky Chance, LEA, rosmarin, AK – Aljosha Konstanty, Luca Pfeiffer, BENNET, Nino oder Amir the Kid.
Gerade die regionale Musikszene hat einiges zu bieten und verdient auch die großen Bühnen!
4. Wer ist für dich die wichtigste, noch lebende nordhessische Persönlichkeit?
Da fallen mir gerade aus der Musikszene einige Namen ein: LEA, Clemens Rehbein und Philipp Dausch von Milky Chance oder Aljosha Konstanty alias AK. Sie alle zeigen, dass Künstler aus Kassel auch international erfolgreich sein können. Und solche Erfolge können gerade für junge Musiker und Künstler aus unserer Region wichtige Vorbilder sein.
Ich entscheide mich aber ganz bewusst für die fünf Jungs von rosmarin. Sie sind gerade dabei, sich überregional einen Namen zu machen, und sind ihrer Heimatstadt bislang treu geblieben. Soweit ich weiß, leben sie auch heute noch in Kassel und treiben von hier aus ihre Karriere voran. Das finde ich besonders bemerkenswert. Denn sie zeigen, dass man nicht unbedingt nach Berlin oder Hamburg ziehen muss, um musikalisch etwas zu erreichen. Und genau das kann anderen jungen Talenten aus Nordhessen Mut machen.
5. Wenn du dir einen Einkaufsgutschein für ein Geschäft deiner Wahl in der Region wünschen könntest, von welchem wäre dieser?
Früher hätte ich da wahrscheinlich sofort Farm Sound gesagt. Aber das Kasseler Ladengeschäft gibt es ja leider nicht mehr.
Deshalb würde ich mir einen ganz besonderen Gutschein wünschen: einen, den man in jedem inhabergeführten Geschäft in Kassel einlösen kann – aber eben auch ausschließlich dort.
Denn gerade die kleinen, unabhängigen Geschäfte machen eine Stadt lebendig und vielfältig.
Und wenn ich schon einen Gutschein geschenkt bekomme, dann soll das Geld auch bei den Menschen landen, die hier vor Ort mit ihren Läden das Stadtbild prägen.




















